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Für eine bedarfsgerecht ausfinanzierte Soziale Arbeit! (Unterschriftenübergabe und Diskussion mit Staatsrätin Petra Lotzkat)

Februar 23 @ 18:00 - 21:00

Gemeinwohlorientierte Soziale Arbeit ist essentiell dafür, die aktuelle gesellschaftliche Krise zu überwinden, weil sie vielfach die Möglichkeit bietet, die Verhältnisse zu reflektieren, untereinander zu kooperieren und für eine demokratische und sozial-nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft konflikt- und handlungsfähig zu werden. Damit diese sinnvolle Arbeit stattfinden kann, braucht es mehr Geld, mehr Personal und in diesem Sinne längerfristige Finanzierungszusagen.

Seit einigen Jahren wurden von der Hamburger Regierung jedoch Kürzungen in der Kultur- und Sozialen Arbeit vorgenommen. Wie bereits in den Vorjahren sollten über die sogenannten globalen Minderausgaben im Jahr 2021 insgesamt 2% (88 Mio. Euro) und im Jahr 2022 insgesamt 3% (133 Mio. Euro) gekürzt werden. Viele Hamburger Einrichtungen der stadtteilbezogenen Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit haben dadurch existenzielle Sorgen, die durch die Corona-Krise noch verstärkt wurden. Eine weitere Zuspitzung droht durch die Wiedereinsetzung der sogenannten Schuldenbremse ab 2023.

Während gesellschaftliche Problemlagen aktuell zunehmen, wird vor allem in den Bereichen einer gemeinwohlorientierten Sozialen Arbeit gekürzt, die auf eine demokratische und sozial-nachhaltige Entwicklung in Einheit mit einer persönlichen Verbesserung der Lage gerichtet sind.

Es wird auf befristete Projektfinanzierung statt auf Stellenausbau gesetzt und vermeintliche Effektivität zur Finanzierungsvoraussetzung gemacht.

Doch Soziale Arbeit ist und braucht mehr – für ein im umfassenden Sinne gesundes und solidarisches Aufwachsen sowie für eine Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt!

In diesem Sinne haben engagierte Beschäftigte aus sozialen Einrichtungen, Behörden und Hochschulen in den letzten Monaten mehrere Treffen zu einem Sozialratschlag durchgeführt.

Am 23.2.2022 wollen wir mit der Staatsrätin der Sozialbehörde, Petra Lotzkat, diskutieren, wie wir von einer beschränkten und oft stigmatisierenden Alltagsbewältigungshilfe zu Strukturen kommen, die eine emanzipatorisch-demokratische Soziale Arbeit ermöglichen.

Vor der Öffnung der Diskussion werden auf dem Podium zudem diskutieren:

  • Andreas Scheibner (ver.di, International Solidarisch: Schluss mit Austerität (ISSMA)),
  • Anja Post-Martens (Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e.V.) und
  • Sinah Mielich (AKS Hamburg, ISSMA).

Aus dem Sozialratschlag wurde ein Aufruf für eine bedarfsgerecht ausfinanzierte Soziale Arbeit in Hamburg formuliert, der durch eine Unterschriftensammlung unterstützt wird.

Ziel des Aufrufes in Verbindung mit der Unterschriftenaktion ist es, die aktuelle Problematik Sozialer Arbeit in Hamburg
zu verdeutlichen und Forderungen zur Unterstützung und Umsteuerung an die politisch Verantwortlichen heranzutragen. Die Unterschriften sollen auf der Veranstaltung an die Staatsrätin übergeben werden. Vor diesem Hintergrund rufen wir dazu auf, bis zum 16.02. weitere Unterschriften von Einrichtungen und Einzelpersonen zu sammeln: https://schluss-mit-austeritaet.de/forderungspapier-unterstuetzen

Wir wünschen uns viele Teilnehmer:innen aus der Praxis um die problematische gegenwärtige Situation deutlich zu machen und Verbesserungen einzufordern.

Das Initiatorenteam „Für eine bedarfsgerecht ausfinanzierte Soziale Arbeit!“ in Hamburg

Es gelten die üblichen Hygieneregeln. Bitte achten Sie auf Hinweise vor Ort.

Details

Datum:
Februar 23
Zeit:
18:00 - 21:00

Veranstaltungsort

Anna-Siemsen-Hörsaal
Von-Melle-Park 8
Hamburg, 20146 Deutschland
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Veranstalter

International solidarisch: Schluss mit Austerität