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Filmseminar: „Community Doctors“

Januar 9 @ 20:00 - 23:00

Community Doctors, USA/Cuba 2016, Spanisch OmU, 100 min


Kuba hat“ – trotz 400 Jahren brutaler kolonialer Ausplünderung, trotz 50 Jahren als „Bordell“ und „Spielkasino“ der USA und der seit der Revolution 1959 verhängten US-Wirtschaftsblockade – „der ganzen Welt eine Menge zu zeigen“ (Ban Ki-Moon, ehemaliger UN-Generalsekretär, 2014). Unter anderem eines der hervorragendsten Gesundheitssysteme der Welt.

Mit gerade einem Viertel der Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben der USA garantiert die sozialistische Karibikinsel jedem Bürger die gesamte medizinische Versorgung vollständig kostenfrei auf höchstem, wissenschaftlichen Niveau und ist in Forschung und Entwicklung führend bei der Behandlung einiger der schwerwiegendsten Zivilisationskrankheiten. Komplett staatlich organisiert (inklusive pharmazeutischer Industrie) steht der Mensch tatsächlich und vollständig im Mittelpunkt dieses Gesundheitswesens – aus Überzeugung. Die Revolution machte Gesundheit, Bildung und kulturelle Entfaltung nicht nur zum höchsten gesellschaftlichen Gut. Gesundheitsförderung wird – gemäß Ernesto „Che“ Guevara, dem Urheber dieses Systems – zudem als umfassend humanistische, solidarische und internationalistische Zivilisationsangelegenheit begriffen: In jedem Menschen ist gleichsam die Menschheit als Ganze zu erkennen, insofern ist keine Herausforderung zu scheuen, wenn es um die Rettung und Verbesserung des Lebens eines Einzelnen wie der Welt als Ganzer geht.

So hat Kuba heute die höchste Ärztedichte und eine der geringsten Säuglingssterblichkeitsraten weltweit, eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung als die USA, eines der effektivsten Seuchenbekämpfungs- und Katastrophenhilfssysteme und verfügt über das ausgedehnteste präventive Versorgungssystem mit Gemeindeärzten (80% aller Krankheitsfälle müssen gar nicht erst stationär behandelt werden). Das Land entsendet zudem jährlich mehrere Zehntausend hoch qualifizierte medizinische Fachkräfte in über 100 Länder der Welt, in denen Menschen andernfalls der Zugang zu ärztlicher Behandlung schlicht verwehrt bliebe. Besonders augenscheinlich wird die Qualität des Gesundheitsengagements Kubas an der ELAM – der Escuela Latinoamericana de Medicina. Die weltweit größte Medizin-Hochschule nimmt jedes Jahr über 5000 Menschen aus allen Ländern Lateinamerikas, Afrikas und ärmeren Regionen Asiens auf, die sich kein Medizinstudium leisten können, und stellt es ihnen komplett kostenfrei, inklusive aller Versorgung, zur Verfügung. Alle Studierenden verpflichten sich dabei, nach Abschluss der Ausbildung in ihren Heimatländern zu praktizieren und am Aufbau medizinischer Strukturen mitzuwirken. Seit 2000 existiert diese Möglichkeit auch für US-amerikanische Jugendliche, insbesondere aus den marginalisierten Communities der großen Städte.

Der Film des US-amerikanischen Dokumentarfilmers Ekunkonye gibt einen aufschlussreichen und tief bewegenden Einblick in die persönlichen Erfahrungen vieler der US-Stipendiaten, die an diesem Programm teilgenommen haben. Durch die Kontrastierung ihrer nachhaltigen Entwicklung wie auch der Praxis der kubanischen Medizin mit den Zuständen in den USA zeigt er auf beeindruckende Weise, welch sprichwörtliche Berge der revolutionäre Humanismus Kubas zu versetzen vermag. Er schärft damit auch den Blick für den Sinn des Kampfes hier: man stelle sich ein solches Gesundheitswesen mit den Mitteln einer entwickelten Industriegesellschaft vor.

„Seien wir Realisten: Versuchen wir das Unmögliche.“ Schluss mit Austerität!

„Caminante, no hay camino. Se hace camino al andar. /
Wanderer, es gibt keinen Weg. Der Weg entsteht beim Gehen.“

Antonio Machado, „Proverbios y cantares“, 1912.

Hier findet ihr den Flyer als pdf.

Details

Datum:
Januar 9
Zeit:
20:00 - 23:00

Veranstaltungsort

Audimax II
Von-Melle-Park
Hamburg, 20146 Deutschland