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SUMMARY:Filmseminar: Working Class Heroes 
DESCRIPTION:(Spielfilm | Regie: Milos Pusic | SRB 2022 | 85 Min. | OmU) \n\nEs reicht! Die spätestens seit 1990 forciert betriebene\, strukturelle Enteignung der großen Mehrzahl der Bevölkerung durch eine immer reicher werdende Minderheit hat die globale Gesellschaft in eine tiefgreifende Entwicklungskrise geführt und ist grundlegend zu überwinden. Im Namen der „Freiheit“ und der „Wohlstandssicherung“ werden seit Jahren elementare politische\, soziale und kulturelle Rechte zunehmend in Frage gestellt\, die über die Jahrhunderte von der organisierten Arbeiterbewegung erkämpft wurden. Sie bilden die unabdingbare Basis für eine humane Wende der gesellschaftlichen Entwicklung und sind daher im globalen Maßstab vielmehr dringend neu zu verwirklichen. In den ehemals sozialistischen Gesellschaften zeigt sich dieser Widerspruch wie unter dem Brennglas. Im vormaligen Jugoslawien war die Arbeiterselbstverwaltung in den volkseigenen Betrieben ein globales Vorzeigemodell partizipativer Massendemokratie. Seit dem vorläufigen „Siegeszug“ der sog. „freien Marktwirtschaft“ herrscht hier ein Wild-West-Kapitalismus\, der nicht nur sprichwörtlich zugunsten ausländischer (zumeist deutscher) Konzerne über Leichen geht – protegiert durch die EU\, die sich auch noch als Inbegriff von Demokratie\, Rechtsstaatlichkeit\, Frieden und Fortschritt inszeniert. Zugleich bildet der historisch und kulturell im Alltagsverstand tradierte\, neuerdings u.a. in den serbischen Massenprotesten wiedererwachende Geist solidarischer Widerständigkeit eine Blaupause für die notwendige Überwindung des globalen sozialen Elends. \nDiese aktuell hochbedeutsamen Zusammenhänge beleuchtet der 2022 vom serbischen Regisseur Miloš Pušić veröffentlichte Spielfilm „Working Class Heroes“ in äußerst anschaulicher und bewegender Weise. \nHandlungsort ist das Gelände eines von der EU geförderten „Wohnungsbauprojekts“ im serbischen Novi Sad\, das den korrupten lokalen Baumagnaten unter Umgehung jeglicher Rechts- und Sicherheitsstandards zur persönlichen Bereicherung dienen soll. Damit der Deal mit den Investoren unterzeichnet werden kann\, soll die unregistrierte Baustelle glaubwürdig hergerichtet werden. Dafür wird ein Trupp dringend arbeitssuchender Bauarbeiter engagiert. Ohne Verträge und entsprechenden Rechtsschutz sind sie der Willkür der aufstiegssüchtigen Baustellenleiterin Lidija und ihrem ruppigen Vorarbeiter Braco weitestgehend hilflos ausgeliefert. Immerhin: die EU liefert Blaumänner und Helme – passend zum bösen Spiel. Je näher jedoch der Tag der Vertragsunterzeichnung rückt\, für den der skrupellos-dekadente Baufirmenchef extra den örtlichen Popen herbeiordert\, desto mehr erkennen die zunächst eher apathisch vom besseren Leben träumenden Arbeiter ihre reale Macht. Angeleitet durch den „Profesor“ in ihren Reihen\, entwickeln sie ein solidarisch-renitentes Selbst-Bewusstsein\, das von inszenierten Arbeitsunfällen über Bummelstreik-gestützte Lohnforderungen bis zur subversiv organisierten\, offenen Konfrontation mit den ausbeuterischen Chefs und ihren menschenfeindlichen Machenschaften führt. \nDer lakonisch-einfühlsam und zugleich ungemein realistisch erzählte Film bildet dabei parabelhaft den Zustand einer Gesellschaft ab\, in der der Profit alles gelten soll und die vitalen\, gesellschaftlichen Bedürfnisse des Einzelnen und der Allgemeinheit nichts. So entsteht ohne jegliche Dramatisierung das Bild eines alltäglich zu führenden Kampfes auf Leben und Tod\, womit das tatsächliche Wesen der strukturellen Ausbeutung von seiner zuckergußartigen Erscheinung befreit wird\, die vorgaukelt\, Wohlstand für Alle sei möglich\, wenn nur jeder das Spiel mitspiele. \nAuf diese Weise wird heilsam erfassbar: Soziale Ungleichheit ist kein Schicksal. Widerstand lohnt immer und macht Andere als Seinesgleichen erkennbar. Ihre Zahl ist Legion. Der solidarische Kampf für soziale Gleichheit ist bereits die Verwirklichung der Würde Aller. Er muss nicht nur\, er kann auch gewonnen werden. Auch das lehrt die Geschichte. Wir haben es in der Hand\, sie wahrhaft menschlich zu gestalten. \nInternational solidarisch – Schluss mit Austerität! \n„Die Proletarier haben nichts […] zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.“\nMarx/F. Engels\, „Manifest der kommunistischen Partei“\, 1848. \nDen Flyer findet ihr hier auch als [pdf] zum Download. 
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SUMMARY:Filmseminar: Betrogen bis zum jüngsten Tag
DESCRIPTION:(Spielfilm | Regie: Kurt Jung-Alsen | DDR 1957 | 75 Min. | deu) \n\nWahrheit oder Täuschung? Unbestreitbar ist: Frieden\, Abrüstung und zivile internationale Kooperation zur Verwirklichung von Menschen- und Völkerrecht sowie einer sozialen\, demokratischen und ökologisch nachhaltigen Entwicklung sind das globale Gebot der Stunde. Die große Mehrzahl der in Deutschland lebenden Menschen weiß das. Um gegen diese handlungsleitenden Einsichten Akzeptanz zu schaffen für einen massiven Sozialstaatsabbau\, für drastische Lohneinschnitte\, eine verschärfte Umverteilung von Unten nach Oben und einen nie dagewesenen Aufrüstungswahn\, wird seit Jahr und Tag das Schreckgespenst des faschistisch-invasionslüsternen „Russen“ durch die meinungsbildende Öffentlichkeit gejagt. Diese Feindbild-Propaganda stellt nicht nur eine unerträgliche Relativierung der Verbrechen des historischen Faschismus selbst dar. Sie entspricht auch genau jenem expansionistischen Militarismus und ethnozentrischen Fanatismus\, den sie gerade vorgibt zu bekämpfen. Schon der Erste und Zweite Weltkrieg wurden mit demselben Lügengebäude vorbereitet\, gerechtfertigt und begonnen. „Nie wieder!“ bedeutet dagegen aktuell\, die historisch erkannten und errungenen Tatsachen materiell neu zur gesellschaftlichen Wirksamkeit zu bringen. \nAnlässlich des Antikriegstages am 1. September bildet der 1957 entstandene DEFA-Film „Betrogen bis zum jüngsten Tag“ von Kurt Jung-Alsen dazu eine entscheidende Anregung. \nEr spielt im Frühjahr 1941 innerhalb eines frontnahen Wehrmachts-Truppenlagers im bereits besetzten Polen\, nahe der litauisch-sowjetischen Grenze. Der Offiziersanwärter Lick\, der Obergefreite Wagner und der Oberschütze Paulun können es kaum erwarten\, sich endlich gegenüber dem „Feind im Osten“ zu bewähren. Als beste Schützen ihres Regiments erhalten sie kurzfristig Sonderurlaub. Dabei schießen sie auf einen Kranich\, der von jenseits der Grenze in „deutsches“ Gebiet geflogen kam\, treffen aber stattdessen die Tochter ihres Kompaniechefs tödlich. \nAus Furcht vor der Bestrafung verscharren sie die Leiche im nahen Sumpf. Sogleich entspinnt sich jedoch der Konflikt zwischen den Dreien\, wie den Vorgesetzten gegenüber damit umzugehen ist. Der skrupulöse Paulun kann nur durch stetigen Druck von Lick immer wieder dazu genötigt werden\, die Vertuschung aufrechtzuerhalten. Als die Geschichte dennoch aufzufliegen droht\, schaltet Lick seinen Vater\, einen hohen SS-Offizier ein. Dieser gräbt die Leiche aus\, stellt sie als Opfer eines grausamen Überfalls der Sowjets dar\, die die Grenze überquert hätten und entfesselt damit eine blutrünstige Vergeltungsaktion\, die zugleich die ansässige Zivilbevölkerung umfasst und mit dem Beginn des Angriffs- und Vernichtungsfeldzugs gegen die Sowjetunion korrespondiert. Die meisten im Lager kennen die Wahrheit\, aber Paulun\, der sie ausspricht\, wird für verrückt erklärt und auf der Flucht von Lick erschossen. \nIn seiner erzählerischen Dichte bildet der Film nicht nur eine eindrucksvoll-aufklärerische Parabel auf die Lügen\, mit denen der Krieg zu rechtfertigen versucht wird. Er entfaltet in seiner psychologisch-authentischen Zeichnung der involvierten Charaktere und ihrer Konflikte zugleich auch eine ebenso scharfe Kritik an der (selbst-)zerstörerischen Rolle des ideologisch-verbrämten\, Zusammenhalt stiften sollen Geistes\, alles Menschliche dem vermeintlich höheren Zweck der sog. „Wehrfähigkeit“ unterzuordnen. \nSo wird für das vernunftbegabte Publikum eindringlich erkennbar\, dass der höhere Zweck allen Tuns in der allseitigen\, grenzenüberschreitenden Verwirklichung tatsächlicher Menschlichkeit besteht und dass dafür Krieg\, Faschismus\, Gewalt und Ungleichheit nachdrücklich und nachhaltig aus den sozialen Beziehungen der Menschen zu beseitigen sind. Historisch-global\, gesellschaftlich-strukturell und persönlich-konkret. Darin besteht die höchst gegenwärtige Bedeutung eine:s Jede:n. Nehmen wir sie solidarisch engagiert wahr. Hinaus zum Antikriegstag! \nInternational solidarisch – Schluss mit Austerität! \n„Sie gaben mir einen Revolver\nSie sagten: Schieß auf unsern Feind!\nUnd als ich auf ihren Feind schoß\nDa war mein Bruder gemeint. \nJetzt weiß ich: drüben steht mein Bruder.\nDer Hunger ist’s\, der uns eint\nUnd ich marschiere\, marschiere\nMit seinem und meinem Feind.“ \nBertolt Brecht\, „Lied vom SA-Mann“\, 1931. \nDen Flyer findet ihr hier auch als [pdf] zum Download. 
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