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SUMMARY:Filmseminar: Venezuela: Revolution from the inside out
DESCRIPTION:(Doku | Regie: Clifton Ross | USA/VEN 2007 | 85 Min. | OmU) \n\n\nWer erkämpft das Menschenrecht? Mit dem völkerrechtswidrigen Angriff der größten Militärmacht der Welt (USA) auf das erdölreichste Land der Welt (Venezuela) am 3. Januar diesen Jahres und den ausweichenden regierungsamtlichen Reaktionen der NATO-Staaten haben die Parteigänger des selbsternannten „Werte-Westens“ bewiesen\, was sie von den Schlussfolgerungen aus zwei Weltkriegen\, Faschismus und Kolonialismus halten. Das in der UN-Charta kodifizierte unbedingte Gewaltverbot\, die Verpflichtung zu Abrüstung\, Diplomatie\, ziviler Konfliktlösung und kooperativen internationalen Beziehungen sowie das Selbstbestimmungsrecht der Völker sollen im Zweifelsfall durch das „Recht des Stärkeren“ ersetzt werden können. Der gefährliche Rückgriff auf das Primat der (militärischen) Gewalt ist die letzte Auflehnung einer anachronistischen Weltausbeutungsordnung und seiner Profiteure gegen eine Welt im Aufbruch. Die Perspektive einer menschenwürdigen Zivilisationsentwicklung\, in der die Bevölkerung weltweit ihre Lebensbedingungen bewusst\, planvoll und solidarisch zum Wohle Aller gestaltet\, steht unabweisbar auf der zu verwirklichenden gesellschaftlichen Tagesordnung. Gerade die bolivarische Revolution in Venezuela seit 1999 ist ein bemerkenswertes Beispiel für die mögliche Hervorbringung einer solchen Perspektive. Es lohnt also\, diesen Prozess erkenntnisbildend zu reflektieren. \nGenau dies ermöglicht der 2007 entstandene Dokumentarfilm „Venezuela: Revolution from the inside out“ des US-Regisseurs Clifton Ross. \nAnhand von zahlreichen Interviews mit Basisaktivist:innen der verschiedenen venezolanischen Bewegungen zum Aufbau des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ beleuchtet er die politische\, ökonomische und soziokulturelle Entwicklung des über 400 Jahre lang in kolonialer Abhängigkeit gehaltenen Landes seit der Wahl von Hugo Chávez zum Präsidenten im Jahre 1999. Entscheidende Qualität ist dabei das stets neu austarierte Wechselverhältnis von zentraler Leitungsinitiative und partizipativer Massendemokratie auf allen Ebenen der Gesellschaft. Bereits die Wahl selbst war Ausdruck dieser Qualität: Als der Massenaufstand („Caracazo“) gegen die neoliberale Ausplünderung des Landes im Jahre 1989 vom Militär blutig niedergeschlagen wurde\, sammelte Chávez eine Gruppe von Mit-Offizieren um sich\, die sich der Gewalt widersetzte und die Forderungen der Protestierenden nach gesellschaftlicher Transformation zu eigen machte. Dafür wurde er zehn Jahre später gewählt. Die erste Amtshandlung bestand in der Initiierung eines plebiszitären Verfassungsgebungsprozesses\, der alle Basisbewegungen und Bevölkerungsschichten inkludierte und die Grundlagen für die folgenden sozio-ökonomischen Veränderungen schuf. Zu diesen gehörte nicht nur die Teilverstaatlichung der Ölindustrie und weiterer wichtiger Schlüsselsektoren der venezolanischen Wirtschaft. Mithilfe von neugebildeten Kooperativen\, Selbstverwaltungsstrukturen und Räten bis zur Nachbarschaftsebene wurden kostenlose Bildungsinstitutionen\, Gesundheits- und Lebensmittelversorgungsstrukturen\, kulturelle Entwicklungsprogramme\, Medieneinrichtungen und Infrastrukturprojekte geschaffen\, die nicht nur inhaltlich-konzeptionell den Interessen der bis dahin marginalisierten Bevölkerungsschichten verpflichtet sind\, sondern auch von diesen selbst organisatorisch ausgestaltet und bestimmt werden. Auf diese Weise haben die Venezolaner:innen zum ersten Mal in der Geschichte nicht nur die Verwirklichung ihrer grundlegenden sozialen\, kulturellen und politischen Rechte erlangt\, sondern auch die Souveränität\, über den weiteren Gang der gesellschaftlichen Entwicklung kollektiv zu verfügen. \nDer Film zeigt auf anschauliche Weise\, warum dieser widerspruchsreiche Emanzipationsprozess eine fundamentale Provokation für die herrschende Ungleichheitsordnung des globalen Nordens darstellt. Er vermittelt dabei zugleich\, was vom venezolanischen Beispiel gelernt werden kann\, um sie global nachhaltig zu überwinden. Eine Bevölkerung\, die sich selbst regiert\, kann nicht geputscht werden. \nInternational solidarisch – Schluss mit Austerität! \n„Der Schüler Ro sagte: Daß es Arme und Reiche gibt\, das ist eine Ungerechtigkeit. Me-Ti fügte hinzu: der Reichen. Der Schüler Ro sagte: Die Liebe zur Gerechtigkeit ist bei den Armen größer. Me-Ti sagte: Das weiß ich nicht. Aber die Armen sind auf die Gerechtigkeit angewiesen\, die Reichen sind auf die Ungerechtigkeit angewiesen\, das entscheidet.“\nBertolt Brecht\, „Me-Ti. Buch der Wendungen“\, entstanden im Exil der 1930er Jahre. \nDen Flyer findet ihr hier auch als [pdf] zum Download.
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SUMMARY:Filmseminar: Unruhige Nacht
DESCRIPTION:(Spielfilm | Regie: Falk Harnack | BRD 1958 | 95 Min. | deu) \n\nDer Krieg ist die Ultima Irratio. Die globale Nahrungsmittelproduktion würde ausreichen\, um die Weltbevölkerung 2\,5mal zu ernähren. Mit dem nuklearen Waffenpotenzial der Großmächte könnte sie mehr als 20mal zerstört werden. Das Welternährungsprogramm der UN verfügt über ein Jahresbudget von 6 Mrd. Euro. Die weltweiten Rüstungsausgaben betrugen 2024 2700 Milliarden Euro. Dennoch wird gesellschaftlich die Idiotie genährt\, Abrüstung\, Diplomatie\, zivile Konfliktlösung und das Primat der Gewaltfreiheit als Voraussetzung für eine humane\, soziale Entwicklung seien naiv – Abschreckung\, Gewalt und Machtpolitik alternativlos. Eine literarisch-filmische Geschichtsstunde kann hier Abhilfe verschaffen. \nUnter der Regie von Falk Harnack (Mitglied der „Weißen Rose“ im antifaschistischen Widerstand) entstand 1958 die Verfilmung von „Unruhige Nacht“\, einer bereits 1950 veröffentlichten Novelle des evangelischen Theologen und ehemaligen „Wehrmachtsgeistlichen“ Albrecht Goes\, der sich u.a. an der Seite Gustav Heinemanns vehement gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik engagierte. \nOrt der Handlung ist die faschistisch besetzte Ukraine im Kriegsjahr 1942. Der Militärpfarrer Brunner (Bernhard Wicki) wird von seinem Lazarettdienst zur nahegelegenen Kommandantur Proskurow beordert\, um den zum Tode verurteilten Deserteur Baranowski (Hansjörg Felmy) zu dessen für den nächsten Morgen anberaumter Hinrichtung zu geleiten. Was den militärischen Offiziellen als rein rechtlich vorgesehener Verwaltungsakt gilt\, wird für den gläubigen Christen zum kathartischen Erkenntnisprozess über das zutiefst barbarische Wesen des Kriegs und die humane Verantwortung des Einzelnen gegenüber Seinesgleichen und der Geschichte. Entgegen der Usancen vertieft sich Brunner in die Gerichtsakten und erfährt dabei die Handlungsmotive Baranowskis. Der als Waise aufgewachsene Soldat hatte versucht\, bei einer ukrainischen Zivilistin und ihrem Sohn menschliche Nähe\, produktiven Sinn und humane Zuflucht vor der rohen Stupidität des Kriegsdienstes zu finden und wurde dabei ertappt. An den menschenfreundlichen\, lebensbefürwortenden Absichten Baranowskis kann Brunner keinerlei Schuld entdecken. Umso tiefgreifender erschüttert ihn das himmelschreiende Unrecht des Todesurteils. Ein zufälliges Gespräch mit dem bestellten Kommandeur des Erschießungstrupps öffnet ihm zusätzlich die Augen über die menschliche Verkommenheit derjenigen\, die diese Kriegsmaschinerie aufrechterhalten. Auch seine eigene Rolle darin muss Brunner fundamental neu reflektieren. Die Vollstreckung des Todesurteils kann er letztlich nicht mehr verhindern. Die daraus zu ziehende Konsequenz ist jedoch unfraglich: damit das Unrecht prinzipiell beseitigt werden kann\, ist der Krieg zu beenden und für alle Zeiten unmöglich zu machen. Darauf ist jegliche menschliche Courage zu richten. Die unverbrüchliche Menschenliebe Baranowskis ist dafür beispielgebendes Movens mit verallgemeinerungswürdiger Bedeutung. \nAuf diese Weise entfaltet die durch ihre figurative und dialogische Konfliktzeichnung bewegend erzählte filmische Parabel eine Erkenntniswirkung von höchster Aktualität: die persönlich-engagiert vertretene Ablehnung von Gewalt\, Ungleichheit und Inhumanität hat zivilisationsgeschichtlich fundamental befreiende Bedeutung. Das Überleben und Besser-Leben der Menschheit gelingt\, indem diese konsequente Haltung solidarisch-qualifiziert gesellschaftliche Verallgemeinerung findet. „Die Menschheit von der Geißel des Krieges zu befreien“ (Präambel der UN-Charta) ist der akute Entwicklungsauftrag Aller. Lernen hat dabei noch nie jemandem geschadet. Schon gar nicht aus der Geschichte. Freude sei der Maßstab des Gelingens. \nDaher: International solidarisch – Schluss mit Austerität! \n„Nun ja; Böses tun\, um Böseres zu verhüten: ist es diese Melodie? Das Amt des Schwertes als das Amt der Ordnung. Aber was für eine Ordnung halten wir denn aufrecht mit unserem Krieg? Die Ordnung der Friedhöfe. Und den letzten Friedhof\, den größten dann\, den belegen wir selbst.“\nAlbrecht Goes\, „Unruhige Nacht“\, 1950. \nDen Flyer findet ihr hier auch als [pdf] zum Download.
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