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SUMMARY:Anti-Austerity-Aktiventreffen
DESCRIPTION:Alle zwei Wochen findet\, im Wechsel zur Kinoreihe gegen Austerität\, dass Aktiventreffen der Kampagne gegen die Schuldenbremse im Syntagma statt. Ihr seid herzlich eingeladen!
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SUMMARY:Ich war neunzehn
DESCRIPTION:Spielfilm | Regie: K. Wolf | DDR 1968 | 115 Min. | deu \n\nAm 8. Mai vor 75 Jahren erzwang die Anti-Hitler-Koalition (Sowjetunion\, USA\, Großbritannien) die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht\, beendete damit den 2. Weltkrieg in Europa und befreite die Welt von der Geißel der faschistischen Barbarei. Voraussetzung dafür war die Befreiung Berlins durch die Rote Armee der Sowjetunion\, die im Kampf gegen den 4 Jahre zuvor begonnenen „Vernichtungsfeldzug“ der Nazis über 27 Millionen Todesopfer zu beklagen hatte. \nEiner der Befreier Berlins war der damals 19-jährige\, in Hechingen geborene spätere Filmemacher und Präsident der Akademie der Künste der DDR\, Konrad Wolf. Mit seiner Familie um Vater Friedrich Wolf\, Sohn eines jüdischen Kaufmanns\, Arzt\, Dramatiker und Kommunist\, war er 1933 nach Moskau emigriert. Als sowjetischer Staatsbürger aufgewachsen\, meldete er sich 1943 freiwillig zur Roten Armee\, um an der Befreiung seiner ihm stets fremd gebliebenen Heimat teilzunehmen. Über zwanzig Jahre dauerte es\, bis er die Erlebnisse der nicht mehr in seinem Tagebuch aufgezeichneten letzten Kriegstage mit authentisch persönlichem Ausdruck filmisch verarbeiten konnte.  Entstanden ist dabei einer der großartigsten und bewegendsten Filme überhaupt – ein Monument ohne Helden: für die Verabscheuungswürdigkeit von Krieg und Faschismus\, die Liebe zum Leben\, die unbezwingbare Stärke von Humanität\, Aufklärung und menschenfreundlicher Kultur und die Größe wahrhafter Freundschaftlichkeit. \nAbkommandiert zu einer Sondereinheit\, deren Aufgabe es ist\, über Lautsprecherwagen durch Musik\, Gedichte\, literarische Werke der Exilanten\, Aufklärungsbotschaften und persönliche Ermutigungen die feindlichen deutschen Soldaten zum Niederlegen der Waffen zu bewegen\, rückt der Protagonist Gregor Hecker Ende April in Bernau ein und muss\, kurzerhand zum neuen Stadtkommandanten ernannt\, den Nachschub und den Neuaufbau einer zerstörten und geschundenen Stadt organisieren. Mit den zwei ebenso kultur- und menschenfreundlich überzeugten sowjetischen Offizieren seiner Einheit und dem Fahrer „Dschingis“ erlebt er die Befreiung des KZ Sachsenhausen und – im Angesicht der Bestialität der Nazi-Verbrechen – den Streit darum\, wie mit flüchtigen Lageraufsehern zu verfahren sei. Die Belagerung der strategisch wichtigen Zitadelle von Spandau – in der sich verbliebene Wehrmachtsoffiziere und marodierende SS-Einheiten mit Tausenden Zivilisten als menschlichen Schutzschilden verschanzt halten – wird zum Sinnbild für die Bewährungsprobe der humanistischen Überzeugungen. Um Blutvergießen zu vermeiden\, müssen Gregor und Wadim\, die beiden als unbewaffnete Parlamentäre entsandten Freunde die Nazi-Generäle in der Festung von der Kapitulation überzeugen\, obwohl diese jegliche Verhandlung bereits abgelehnt haben. Die ausgelassene Feier zum 1. Mai wiederum wird zur Zäsur im Bewusstsein für den Sinn des Ganzen: eine Gesellschaft des Friedens\, der Völkerfreundschaft und der genussreichen\, solidarischen Kultur sind hier bereits vorweggenommen. Dafür – das zeigt schon der nächste Tag auf erschütternde Weise – musste der Krieg geführt und gewonnen werden. Nur so war er zu beenden. Damit dergleichen nie mehr sei. \nDie Menschenfreundlichkeit kann über die Barbarei obsiegen\, wenn sie konsequent verwirklicht und in Kontrahenz zu ihren Gegenkräften stets ausgeweitet und substanziiert wird. Mit der Wahrnehmung dieser zivilisationshistorischen Bedeutung wachsen auch die Persönlichkeiten. \nDas ist das Erbe\, das wir diesem Film\, Menschen wie Konrad Wolf und unseren sowjetischen wie internationalen Befreier*innen verdanken. Kein Tag eignet sich besser zum bundesdeutschen Feiertag als der 8. Mai. Kein Feiertag könnte uns die notwendigen Lehren aus der Geschichte nachhaltiger nahebringen. \nNie wieder Faschismus\, nie wieder Krieg. Schluss mit Austerität! \n„Am Grunde der Moldau wandern die Steine\,\nes liegen drei Kaiser begraben in Prag.\nDas Große bleibt groß nicht und klein nicht das kleine\,\ndie Nacht hat zwölf Stunden\, dann kommt schon der Tag.“\nBertolt Brecht\, „Lied von der Moldau“\, 1944.
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DESCRIPTION:Alle zwei Wochen findet\, im Wechsel zur Kinoreihe gegen Austerität\, dass Aktiventreffen der Kampagne gegen die Schuldenbremse im Syntagma statt. Ihr seid herzlich eingeladen!
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DESCRIPTION:Doku | Regie: Michael Moore| D 2007 | 123 Min. \n\nDie neoliberale Privatisierung des gesellschaftlichen Lebens tötet – tagtäglich\, weltweit\, und nicht erst seit es Corona-Viren gibt. Nirgends wird dies auf so drastische Weise deutlich\, wie im Bereich der sozialen Daseinsvorsorge. Das US-amerikanische Gesundheitswesen\, das Michael Moore in „Sicko“ kritisch beleuchtet\, mag noch gravierender profitorientiert zugerichtet sein als hierzulande. Die beseitigbaren Übel jedoch sind vergleichbar. Seit der Marktöffnung Ende der 90er-Jahre gehören ein Drittel aller Krankenhäuser Konzernen wie Asklepios\, Rhön AG\, Helios und Co. Mit der Fallkostenpauschalen-Finanzierung gilt ein dauerhaft zu verinnerlichender „Triage“-Zwang für alle Einrichtungen. Blutige Entlassungen\, medizinisch nicht indizierte Eingriffe\, Pflegemangel\, 5-Minuten-Abfertigungsdruck\, unbezahlte Überstunden\, durch Abbau an Reinigungspersonal und Hygiene-Mängel zunehmend multiresistente Krankenhauserreger und regional konzentrierte Unterversorgung sind an der Tagesordnung. Der Marktgewinn wurde über das Wohlergehen der Bevölkerung gestellt. \nAm Extrem USA werden auch die umkehrbaren Ursachen besonders deutlich. Die Privatisierungsstrategie der Nixon-Administration wurde von der mächtigen Lobby von Versicherungs- und Pharmakonzernen diktiert\, Abgeordnete – Demokraten wie Republikaner – für die Zustimmung direkt oder mit Aufsichtsratsposten königlich bezahlt. Die Alternative eines solidarischen\, öffentlich organisierten\, allen kostenlos zugänglichen Gesundheitswesens wurde massenmedial als nicht rentables\, freiheitsberaubendes\, kommunistisches Teufelszeug gebrandmarkt. \nDass das Gegenteil zutrifft\, belegen die Beispiele staatlicher Gesundheitsvorsorge und sozialer Sicherungsleistungen\, wie Moore sie in Kanada\, Großbritannien und Frankreich zeigt. Alle Länder haben bei geringeren Gesundheitsausgaben eine geringere Säuglingssterblichkeit\, höhere Lebenserwartung\, besser bezahlte Beschäftigte\, weniger Stress und folglich weniger Erkrankungen. Sie verdeutlichen auch\, dass Gesundheit zuallererst eine soziale\, kulturelle und politische Frage ist und dass solidarische Kämpfe für elementare Rechte wie dem Recht auf Gesundheit entscheidend für jede Form von Besserung sind. Auch deswegen\, weil die Erwirkung und Ausweitung materieller Entfaltungsmöglichkeiten ein zentrales Herrschaftsmoment fundamental erschüttert: die Angst. \nNichts davon reicht jedoch an die internationale Heilsamkeit des kubanischen Exempels heran. Bei einem Zwanzigstel an Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben der USA  gewährt der sozialistische Inselstaat nicht nur ausnahmslos Jede*m die kostenlose Behandlung und Medikamentenversorgung auf weltweit höchstem Niveau mit aufsuchender\, präventiver Medizin bis in den letzten Provinzwinkel. Er schickt auch noch Tausende seiner bestausgebildeten Ärzte in internationale Krisenregionen (zuletzt zur erfolgreichen Ebola-Eindämmung in Westafrika) und bildet kostenlos jährlich Zehntausende Medizinstudierende aus aller Herren Länder aus. Die nur schwer in Worte zu fassende\, menschliche Qualität dieser Ausbildung wird dabei besonders deutlich\, als Moore mit einigen freiwilligen Helfer*innen des 11. September 2001 nach Kuba fährt. Sie erhalten dort für ihre Folgeerkrankungen die Behandlung\, die ihnen in den USA bis dato verwehrt blieb. Sie beginnt mitunter schon mit dem einfachen Zuhören und Sätzen wie „Keine Sorge. Wir kümmern uns um alles.“ \nDer lehrreichen Beispiele sind genug. Sie könne Schule machen. Die Möglichkeiten umfassender Heilung liegen auf der Hand. Hier\, jetzt und überall. \nGesundheit bedeutet: Schluss mit Austerität! \n„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen\, einem das Brot entziehen\, einen von einer Krankheit nicht heilen\, einen in eine schlechte Wohnung stecken\, einen durch Arbeit zu Tode schinden\, einen zum Selbstmord treiben\, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staate verboten.“\nBertolt Brecht\, „Me-Ti. Buch der Wendungen“\, entstanden im Exil der 1930er-Jahre. \nHier findet ihr den Flyer auch als pdf.
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