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SUMMARY:Push - für das Grundrecht auf Wohnen
DESCRIPTION:(Doku | Regie: F. Gertten | SWE 2019 | 95 Min. | deu) \n\nAngemessener\, bezahlbarer Wohnraum ist ein universelles\, soziales Grund- und Menschenrecht – juristisch garantiert und geschützt durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und den Sozialpakt der Vereinten Nationen. De facto wird es weltweit – insbesondere in den großen Städten und zugespitzt seit der sog. „Finanzkrise“ 2008ff. – mit Füßen getreten. Explodierende Mieten\, Gentrifizierung\, Verdrängung sozial Benachteiligter aus den Innenstädten\, wachsende Wohnungslosigkeit\, schädliche Nachverdichtungen\, prekäre und ausbeuterische Mietverhältnisse\, unterlassene Instandsetzungen und gezielte Entmietung zu spekulativen Gewinnzwecken haben Wohnen zum Überlebenskampf und Armutsrisiko für weite Bevölkerungsteile der Industriestaaten gemacht. Ein sozialer Grundsatzkonflikt mit gesellschaftlichem Sprengstoff. \nDen Ursachen dieser globalen Misere geht der hochaktuelle\, aufschlussreiche und nüchtern erzählte Dokumentarfilm „Push“ auf den Grund\, indem er Leilani Farha bei ihrer Arbeit begleitet. Sie ist die UN-Sonderberichterstatterin für das Grundrecht auf Wohnen. Für ihren Lagebericht dokumentiert sie Wohnungskämpfe unter anderem in Toronto\, Valparaiso\, London\, New York\, Uppsala\, Barcelona\, Berlin und Seoul. Begleitet von analytischen Einordnungen international bekannter Wissenschaftler und Publizisten (u.a. Joseph Stiglitz\, Saskia Sassen\, Roberto Saviano) wird schnell klar: die neoliberale Privatisierung und Deregulierung des Wohnungsmarktes und der Finanzbranche seit den 1980er Jahren haben ein zentrales menschliches Grundbedürfnis zu dem Spekulationsobjekt schlechthin für zwielichtige globale Investment-Fonds gemacht\, die Mietern\, Miteigentümer und staatlichen Stellen gleichermaßen in der Hand haben und zum Narren halten. Ein wesentlicher Grund auch für die explodierende soziale Ungleichheit im letzten Jahrzehnt. Die schiere Summe von 217 Billionen US-$ an Vermögenswerten\, mit denen hier gehandelt wird\, zeigt\, dass das Kapital inzwischen in Sphären agiert\, die von der realen Wertschöpfung vollständig enthoben sind. Darin besteht der systemische Charakter der weltweiten gesellschaftlichen Krise. Im Lichte dessen erscheint die Rede von schützenswerten Investoren-Interessen und das notorische „DDR 2.0“-Geschrei bei selbst gelindesten staatlichen Regulierungsbestrebungen nur noch lachhaft. \nDie Schaffung von angemessenem\, bezahlbaren Wohnraum für Alle ist nicht allein eine Frage der Verwirklichung eines individuellen Menschenrechts sondern eine fundamentale Notwendigkeit für gesellschaftlichen Fortschritt überhaupt. Isolierte Einzelmaßnahmen reichen dabei nicht aus: massive Ausweitung von sozialem Wohnungsbau\, unbegrenzte Mietpreisbindungen\, eine klare soziale Mietendeckelung\, die Enteignung großer Immobilienkonzerne\, die Rekommunalisierung entäußerten Grund und Bodens\, Zwangsenteignungen von Leerstand\, die Schließung von Steuerschlupflöchern und das Verbot von Spekulationsgeschäften sind allesamt gleichermaßen zu erwirken\, wenn es wirklich besser werden soll. \nNicht zuletzt dafür ist die Politik der Schuldenbremse in Hamburg wie allerorten sofort zu beenden! Initiativen in diesem Sinne wirken notwendig international – auch das zeigt der Film. Schluss mit der Bescheidenheit – es gibt eine Welt zu gewinnen. \n„Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit\, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher\, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent\, es wird lebhaft; 50 Prozent\, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent\, und es existiert kein Verbrechen\, das es nicht riskiert\, selbst auf Gefahr des Galgens.“\nT. J. Dunning\, zitiert in: Karl Marx\, „Das Kapital“ Bd. 1\, „Genesis des industriellen Kapitalisten“\, 1867. \nHier findet ihr den Tyler auch als pdf.
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SUMMARY:Anti-Austerity-Aktiventreffen
DESCRIPTION:Alle zwei Wochen findet\, im Wechsel zur Kinoreihe gegen Austerität\, dass Aktiventreffen der Kampagne gegen die Schuldenbremse im Syntagma statt. Ihr seid herzlich eingeladen!
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SUMMARY:Unversöhnliche Erinnerungen
DESCRIPTION:(Doku | Regie: Klaus Volkenborn | BRD 1979 | 92 Min. | deu) \n\nWie lässt sich die Existenz extrem rechter\, faschistoider Auffassungen und Praktiken heute erklären? Wie lassen sie sich überwinden? Und was hat das mit der Beendigung der Austeritätspolitik zu tun? \nEin klarer Blick in die Geschichte erhellt die Gegenwart. Dies gelingt dem Ende der 1970er-Jahre gedrehten\, dokumentarischen Meisterwerk von Klaus Volkenborn – bemerkenswerterweise Bestandteil des Repertoires der Bundeszentrale für politische Bildung – anhand der Kontrastierung zweier bundesdeutscher Biographien\, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. \nHenning Strümpell\, Bundeswehrgeneral a.D.\, als Jagdflieger der Legion Condor im Spanienkrieg (1936-1939) Teil der faschistischen Unterstützung der gegen die Spanische Republik putschenden Falangisten des Generals Franco\, hat es im Nachkriegsdeutschland West nicht schwer\, aus seiner Offizierslaufbahn im Faschismus ungebrochen Kapital zu schlagen. Ansehen und Wohlstand sind ihm nur kurzzeitig ungewiss. Seine preußisch-militaristischen\, deutsch-nationalen Überzeugungen haben mit 1945 keinen Schaden genommen. Mit Hilfe alter Kameraden steigt er schnell wieder auf und unternimmt mit Herzblut bald den Wiederaufbau einer deutschen Armee\, die jetzt eben nur anders heißen muss. Seine erstaunlich offenherzigen Schilderungen des Geschehenen zwischen 1933 und 1979 sind ein kritisch-hochaufschlussreiches Panoptikum reaktionärer Ideologiebildung und Geschichtsklitterung. Mystifizierungen des eigenen (tödlichen) Handelns  durch Passivkonstruktionen („Man war ja damals begeistert\,…“)\, der Gebrauch von Schicksalsbildern („Wir sind in den Krieg so hineingerutscht“) und technokratischen Wahrheitsreduktionen zur Verschleierung von Menschenfeindlichkeit werden als sprachliche Mittel dieses Zwecks filmisch brillant entlarvt – durch die stete Gegenüberstellung mit den Darlegungen Ludwig Stillgers. \nDer gelernte Maurer aus Remscheid\, der schon früh entschiedener Kriegsgegner und in den 1920er-Jahren kommunistisch und gewerkschaftlich organisierter Arbeiter wurde\, kämpfte mit den Internationalen Brigaden auf seiten der Republik\, wurde später in Frankreich interniert\, musste vor\, während wie nach dem Krieg stets auch materiell ums Überleben kämpfen und wirkte dennoch sogleich mit bei der Kampagne gegen die Wiederbewaffnung in den 1950er-Jahren. Die ruhige\, unprätentiöse und durchweg sympathische Schilderung dieses höchst bewegten Lebens im steten Engagement für eine solidarische\, friedliche\, menschenwürdige Welt macht auf besonders eindringliche Weise deutlich\, dass es immer eine Alternative gibt und die Geschichte stets durch uns gemacht wird. \nDie engagierte\, aktive Bejahung und Verwirklichung positiver Zivilisationsentwicklung ist das gelingende Leben – schon jetzt. Aufklärung bezwingt die Lüge. Verzicht ist unnötig. \nDie Menschheit wird klüger\, indem sie aus ihrer Geschichte lernt. \nDazu gehört auch\, dass der Aufstieg der NSDAP infolge der Weltwirtschaftskrise 1929 hätte verhindert werden können\, wenn statt der austeritätsdogmatischen Sozialkürzungspolitik Brünings gelungen wäre\, in Deutschland eine massive Investitionspolitik und dynamische Ausweitung des sozialen\, kulturellen und demokratischen Gemeinwesens wie bspw. den „New Deal“ in den USA durchzusetzen. \nNie wieder Faschismus\, nie wieder Krieg! heißt insofern auch: Nie wieder Austerität! \n„Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.“ Christa Wolf\, „Kindheitsmuster“\, 1976. \nHier findet ihr den Flyer auch als pdf. 
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DESCRIPTION:Alle zwei Wochen findet\, im Wechsel zur Kinoreihe gegen Austerität\, dass Aktiventreffen der Kampagne gegen die Schuldenbremse im Syntagma statt. Ihr seid herzlich eingeladen!
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