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SUMMARY:Theater im Filmseminar: Die Hüter des Eigentums
DESCRIPTION:(Theaterstück | Regie: Christian Eldagsen | D 2024 | ca. 90 Min. | deu) \n\n\nGutes Theater ist das Gegenteil von schlechter Schule: es legt sich an mit den verbreiteten\, üblichen Vorstellungen davon\, wie Gesellschaft und Mensch zu sein hätten. Es fordert zum eingreifenden Denken heraus und weitet den Horizont gegen den Starrsinn der bestehenden Ordnung. Es „belehrt“  – in bester\, aufklärerischer Tradition – über die noch nicht genutzten\, durch Alle zu realisierenden Möglichkeiten der Gestaltung eines allseits humanen\, erfreulichen Daseins und ist in diesem Sinne zutiefst demokratisch. Wenn dann auch noch gutes Theater mit satirischem Biss auf schlechte Schule trifft\, ist produktiv-ästhetischer Hochgenuss vorprogrammiert. Genau dies verspricht die jüngste Inszenierung des „Hüter“-Ensembles um den Autor Christian Eldagsen. \nZu einer der schwerwiegendsten Starrsinnigkeiten unserer Zeit gehört\, dass – trotz aller sich wahrnehmbar zuspitzenden Krisenerscheinungen (Zunahme kriegerischer Konflikte\, wachsende soziale Ungleichheit\, Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen\, Aufstieg extrem rechter Kräfte) – die kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung als tatsächliche Problemursache fortgesetzt geleugnet und stattdessen ihr Wesenskern\, die private Eigentümerschaft der gesellschaftlichen Produktionsmittel\, umso mehr mit dem Heiligenschein der Unantastbarkeit umkränzt werden soll. \nDieses Tabu wird mit den „Hütern des Eigentums“ erkenntnisreich gebrochen. \nDer 16-jährige Anton\, aufgewachsen in sozial prekären Verhältnissen\, gelangt mittels finanzieller Unterstützung einer Stiftung an ein Privatgymnasium. Einer alten Schultradition gemäß wird dort regelmäßig ein „Klassenkönig“ gewählt\, der dann für eine Woche den Unterricht der Schule gestalten darf. Als die Wahl auf Anton fällt und dieser die Gelegenheit nutzt\, um gegen seinen ideologisch-soziokulturellen Widerpart\, den schnöseligen Mitschüler Finn\, und die versammelte Lehrerschaft durchsetzt\, dass in den verschiedenen Unterrichtseinheiten die systembedingten Ursachen der gesellschaftlichen Missstände behandelt und aufgeklärt werden\, bricht die bis dahin aufrechterhaltene Heile-Welt-Fassade der trügerischen Schulidylle jäh in sich zusammen. Selbst eine feierliche Rede des eilig herbeizitierten Bundespräsidenten über die demokratischen Verfassungswerte vermag die alten Ordnung nicht zu retten\, als Anton erklärt: „Unser Grundgesetz ist nicht kapitalistisch\, sondern politisch offen. Die Eigentumsfrage ist Teil der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.“ \nDiese wird im Stück ausgetragen durch das Wechselspiel zwischen dem Schulunterricht und der Tagung des Lobbyverbands „Die Familienunternehmer“\, die gerade zeitgleich in der Stadt abgehalten wird und sich aus Sicht der Interessen der großen Konzerne mit den gesellschaftlich brisanten Themen der Zeit\, u.a. einer möglichen Reichensteuer und dem Lieferkettengesetz auseinandersetzt. \nMit dieser Gegenüberstellung werden auf äußerst kluge und unterhaltsame Weise kritische Einsichten in das strukturell krisenhafte Wesen der marktwirtschaftlichen Ordnung\, ihre historisch-konkrete Gewordenheit und ihre erkennbar mögliche Veränderbarkeit vermittelt und dabei im Realitätsabgleich die „modernen“ neoliberalen Mystifizierungsversuche vom „Ende der Geschichte“ als jener Unfug entlarvt\, der sie sind. \nSo erwächst aus der analytisch-durchdachten\, einfallsreich gestalteten Auseinandersetzung mit der zutiefst menschenwidrigen gesellschaftlichen Wirklichkeit ein ausdrucksstark und spielfreudig zur Geltung gebrachtes Lehrstück für ihre umfassend humane Umwälzung. \nDas gute Theater verweist auch auf die Gestaltungsmittel einer besseren Wirklichkeit. Mit ein wenig Klassenbewusstsein\, kreativer solidarischer Produktivität und beispielgebend kritischer Lern- und Entwicklungsfreude lassen sich die „versteinerten Verhältnisse zum Tanzen zwingen“. Es ist höchste Zeit. Nicht nur der Hamburger Hafen gehört vollständig zurück in öffentliche Hand. \nBrot\, Frieden\, Würde – jetzt! International solidarisch: Schluss mit Austerität. \n„der künstler hat nicht nur eine verantwortung vor der gesellschaft\, er zieht die gesellschaft zur verantwortung. kurz\, die gesellschaft verliert den instanzcharakter\, der künstler hat sie voll zu repräsentieren.“\nBertolt Brecht\, „Arbeitsjournal“\, 16.1.1942. \n\nDen Flyer findet ihr hier als [pdf].
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