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SUMMARY:Hass - La Haine
DESCRIPTION:Spielfilm | Regie: Mathieu Kassovitz | F 1995 | 98 Min. | deu \n\nDie stets zur Beschwichtigung herangezogene Formel\, „uns“ in der „freien\, demokratischen westlichen Welt“ gehe es doch verhältnismäßig gut\, vermag kaum noch zu überzeugen. Sie verschiebt nicht nur den Maßstab zur Bewertung dessen\, was ist\, von dem global Möglichen eines politisch\, sozial und kulturell rundum sinnvollen\, produktiven und erfreulichen Lebens für Alle hin zu einem Vergleich der Bedingungen hier mit denen anderswo – unter zynischer Behauptung der Nichtveränderbarkeit dieser Bedingungen. Sie blendet zudem noch einen erheblichen Teil der sozialen Realität auch hierzulande aus. \nDer Film „La Haine“ macht diese Realität großer Bevölkerungsteile sichtbar\, noch bevor die seit 1990 immer zahlreicher werdenden Bilder von Ausschreitungen und brennenden Kleinwagen in den Pariser Banlieues eine größere mediale Öffentlichkeit zwangen\, sie wahrzunehmen. \nDie Vorstadt Chanteloup-les-Vignes\, in der die drei jugendlichen Protagonisten und Freunde Saïd\, Vinz und Hubert aufwachsen\, steht dabei stellvertretend für die Verheerungen einer sozial ignoranten Politik\, die sich neoliberal geprägt um die Profitmehrung der Reichsten kümmert\, für die Mittelschichten ein paar Aufstiegsversprechen und allerlei Konsumangebote bereithält und den Marginalisierten mit purer Verachtung und staatlicher Repression begegnet. In den Trabantenstädten\, die seit ihrer Errichtung im Zuge fortschrittlicher\, sozialer Wohnungsbaupolitik in den 1970er-Jahren keinerlei weitere Investitionen\, Infrastruktur-Ausbau\, Förderung von Partizipationsmöglichkeiten oder stärkere Anbindung an das innerstädtische Leben erfahren haben\, sondern im Zuge der zu Beginn der 1990er-Jahre einsetzenden austeritätspolitischen Entstaatlichung in allen diesen Bereichen verfallen lassen wurden\, dominieren soziale Prekarität\, Verzweiflung und Perspektivlosigkeit. Dass hier organisierte Kriminalität\, Drogenhandel und eine Verrohung der Alltagskultur besonders gut gedeihen können\, verwundert wenig. Ebenso wenig wie der Umstand\, dass schon kleine Provokationen der nicht selten chauvinistisch\, rassistisch und schikanös-erniedrigend auftretenden Polizei gegenüber den aus den ehemaligen Kolonial- oder Kriegsgebieten des Mutterlandes emigrierten Bewohner*innen eine tiefes Misstrauen\, ungerichteten Hass und eruptive Gewalt hervorrufen. Es nimmt vielmehr Wunder\, dass die kumulierte Wut über die dauerhaften Entwürdigungen nicht viel häufiger sich in Ausschreitungen bahnbricht\, wie in jenen nach der Ermordung eines algerischen Jugendfreundes der drei. \nDie „Geschichte einer Gesellschaft im freien Fall“\, die sich bei jedem Meter sagt\, „bis hierhin ging es ja noch gut“\, könnte ebenso gut in Berlin-Gropiusstadt\, Mümmelmannsberg oder dem Osdorfer Born erzählt sein. Sie ist ein durch seinen kritischen Realismus zwingendes Plädoyer für die Schaffung menschengemäßerer Verhältnisse. \nKostenloser Zugang zu kritischer Bildung\, humaner Gesundheitsversorgung und aufgeklärter Kultur\, kostengünstiger komfortabler Wohnraum und auskömmliche sinnstiftende Arbeitsverhältnisse für Alle\, vorbehaltlose staatliche Grundsicherung\, umfangreiche demokratische Mitbestimmungsmöglichkeiten\, ausgebaute Verkehrsanbindungen und nachdrücklich gesicherte Einrichtungen zur Bildung\, Förderung und Kultivierung individuell-gemeinschaftlicher Lebensperspektiven mögen akut nicht alle aufgehäuften Probleme von 30 Jahren neoliberaler Politik auf einen Schlag lösen können. Sie sind jedoch ein dringend notwendiger Schritt zur Eröffnung einer neuen\, besseren Etappe der gesellschaftlichen Entwicklung. \nGenau deshalb ist die Politik mit der Schuldenbremse sofort zu beenden. Wir haben eine Welt zu gewinnen! \n„Wenn der Mensch von den Umständen gebildet wird\, so muß man die Umstände menschlich bilden.“\nKarl Marx/Friedrich Engels\, „Die heilige Familie“\, MEW Bd. 2\, 1845. \nHier findet ihr den Flyer auch als pdf. 
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