BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-// - ECPv6.15.17.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://schluss-mit-austeritaet.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für 
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20190331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20191027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20200329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20201025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20210328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20211031T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20200415T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20200415T233000
DTSTAMP:20260409T105511
CREATED:20200107T194019Z
LAST-MODIFIED:20200406T063705Z
UID:2245-1586980800-1586993400@schluss-mit-austeritaet.de
SUMMARY:Der Name der Rose
DESCRIPTION:(Spielfilm | Regie: J.-J. Annaud | FR/ITA 1986 | 126 Min. | deu) \n\nItalien im Jahre 1327: die Mönche einer Benediktiner-Abtei mitten in den Bergen des Apennin bereiten sich auf einen entscheidenden kircheninternen Disput vor. Der aufmüpfige Franziskaner-Orden\, der die Berechtigung der Kirche\, Reichtümer anzuhäufen\, in Frage stellt\, und sie auf ihren sozialen Dienst an den Armen und Unterdrückten verpflichten will\, soll durch eine Gelehrten-Delegation des ebenfalls benediktinischen Papstes zurechtgewiesen und die weltliche Herrschaft der Kirche gegen zunehmende Zersetzungs-Tendenzen gesichert werden. Die Vorbereitungen werden jedoch von mysteriösen Todesfällen in der Abtei überschattet: mehrere junge Mönche\, die in der weltweit einzigartigen Bibliothek der Abtei an griechischen Übersetzungen gearbeitet haben\, werden auf bestialische Weise ermordet. Während die Altvorderen des Ordens den Teufel selbst am Werk sehen und das Jüngste Gericht prophezeien\, macht sich der bereits im Kloster weilende William von Baskerville (Sean Connery)\, ein der Humanität und Wahrheit besonders zugetaner Franziskaner\, mit seinem Novizen (Christian Slater) an die Aufklärung der Fälle\, bei der er zunehmend auch die Abstrusitäten des streng regulierten Glaubenslebens der Abtei aufdeckt. Als er auch noch den mystizistischen Schuldurteilen des obersten Inquisitors widerspricht\, der ein armes Bauernmädchen und zwei geläuterte Dolzinianer (bekannt für ihre glaubensmotivierten Anschläge auf reiche Kirchenleute) als Sündenböcke ausmacht und ohne jeden Beleg auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen will\, gerät William selbst ins Visier der Glaubenskrieger. Mithilfe einiger heimlich sympathisierender Mönche gelingt ihm jedoch\, das streng behütete Geheimnis zu lüften. Alle Ermordeten studierten das von den Benediktinern verbotene 2. Buch der Poetik des Aristoteles über die Komödie. Der Geist der Aufsässigkeit\, der Lebensbejahung und des Genusses\, der von den satirischen Zeichnungen und Texten ausging\, stellte in seiner Verbreitung die größte Bedrohung für die auf Askese\, Verzicht\, Hierarchiegläubigkeit und normativer Sozialkontrolle beruhenden Ordnung der Kirchenherrschaft dar. „Wer lacht\, hat keine Angst vor dem Teufel. Und wer den Teufel nicht fürchtet\, braucht keinen Gott.“ \nPointierter lässt sich die hochaktuelle\, systemüberwindende Sprengkraft aufgeklärter Kultur und die Weitung der Ansprüche an ein kultiviertes\, solidarisches\, für alle erfreuliches und menschenwürdig zu gestaltendes\, gesellschaftliches Leben\, kaum fassen. \nIn der schauspielerisch und inszenatorisch grandios verfilmten Romanvorlage verarbeitet Humberto Eco auch die politische Krise Italiens der 1970er-Jahre und die Ermordung Aldo Moros\, des linkskonservativen Ministerpräsidenten der Democrazia Cristiana\, dessen Zusammenarbeit mit den Kommunisten eine beispielgebende Perspektive sozialer Transformation in den Westländern und eine fundamentale Infragestellung der NATO-Nachkriegsordnung darstellte. \nAus der Geschichte lässt sich lernen. Dogmen sind keine gute Medizin. Ein besseres Leben für alle ist längst möglich. Es gesellschaftlich zu erwirken ist die erfreuliche Angelegenheit Aller. Jetzt erst Recht: Schluss mit der Enge. Schluss mit Austerität! \n„Alle haben die vage Intuition\, daß sie\, indem sie aus dem Katholizismus eine Lebensnorm machen\, fehlgehen\, wofür jedenfalls spricht\, daß niemand sich an den Katholizismus als Lebensnorm hält\, auch wenn er sich Katholik nennt. Ein integraler Katholik\, der also bei jedem Lebensakt die katholischen Normen anwenden würde\, käme uns wie ein Monster vor\, was\, wenn man es recht bedenkt\, die schärfste Kritik des Katholizismus selbst ist\, auch die unumstößlichste. […]Was vom philosophischen Standpunkt am Katholizismus nicht befriedigt\, ist die Tatsache\, daß dieser trotz allem die Ursache des Bösen in den Menschen als Individuum selbst verlegt\, das heißt\, den Menschen als genau definiertes und begrenztes Individuum auffaßt. […] An diesem Punkt muß man den Begriff des Menschen reformieren.“ Antonio Gramsci\, „Gefängnishefte“\, Bd. 6\, Heft 10\, Teil II\, § (54)\, 1932-35. \nHier findest du den Flyer auch als pdf. \n  \n 
URL:https://schluss-mit-austeritaet.de/event/der-name-der-rose
LOCATION:Anna-Siemsen-Hörsaal\, Von-Melle-Park 8\, Hamburg\, 20146\, Deutschland
CATEGORIES:Kino
END:VEVENT
END:VCALENDAR